Niedersachsenstriezel

Ein Striezel, oder auch Strietzel, ist ein Hefeteig, der vor dem Backen mit einer Masse gefüllt und im Anschluss aufgerollt, gefaltet oder geflochten wird. Toll schmeckt er mit Äpfeln, Nüssen oder auch Mohn. Einer der besten Striezel die ich bisher probieren durfte stammt aus meiner Lieblingsbäckerei in Hannover und heißt Niedersachsenstriezel. Im Original ist er dort mit Quark und Rosinen gefüllt, mit Streuseln belegt und Zuckerguss verziert. Dass er aber auch vegan wunderbar funktioniert und dabei herrlich saftig und aromatisch schmeckt, möchte ich Euch mit diesem Rezept beweisen!


Zutaten

Für den Teig:

  • 300g Mehl
  • 125ml Pflanzenmilch
  • 60g Rohrohrzucker
  • 60g Margarine
  • 1/2 Hefewürfel
  • Prise Meersalz

Für die Streusel:

  • 40g Rohrzucker
  • 40g Margarine
  • 30g Mehl
  • 30g gemahlene Mandeln
  • uuuund: 80g Puderzucker und ca. 1 EL Wasser für den Zuckerguss

Für die Füllung:

  • 200g veganer Frischkäse
  • 80g Rohrohrzucker
  • 50g Rosinen
  • 1-2 EL Rum
  • 1 Pck. Bourbonvanillezucker
  • Messerspitze Zitronenabrieb

Zubereitung

Die Sojamilch zusammen mit der Margarine und dem Zucker erhitzen. Danach etwas abkühlen lassen und lauwarm die Hefe darin auflösen. Zusammen mit dem Mehl und der Prise Salz zu einem geschmeidigen Hefeteig verkneten und für ca. 1,5 Std. an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
In der Zwischenzeit die weiteren Arbeitsschritte vorbereiten. Zuallererst die Rosinen mit dem Rum beträufeln und ziehen lassen. Außerdem den Frischkäse mit dem Zucker, Vanillezucker und der Messerspitze Zitronenabrieb vermengen. Auch die Streusel können schon zubereitet werden. Hierfür einfach den Zucker, das Mehl und die Mandeln mit der zimmerwarmem Margarine verkneten. Wenn sich der Hefeteig dann nach 1,5 Std. deutlich vergrößert hat, wird er zuerst nochmal durchgeknetet, danach auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit Hilfe eines Nudelholzes zu einem Rechteck ausgerollt und auf ein Backpapier drapiert. Nachdem unter die Frischkäsemasse die Rumreisen untergehoben wurden, kann sie auf dem Teig verteilt werden, wobei der Rand (ca. 1-2 cm) frei bleiben sollte.
Den Teig nun von der Längsseite her zu einer Wurst aufrollen und mit einem Messer mittig durchschneiden, sodass zwei Hälften entstehen. Diese zwei Hälften nun mit der Schnittfläche nach oben zusammenflechten. (Um einen „Transport“ des unfertigen Striezels zu vermeiden, würde ich das zusammengerollte Gebäck samt Backpapier zuerst auf das Backblech legen und ihn erst danach zerschneiden und zusammenfalten.) Weitere 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, danach mit den Streuseln belegen und im 180 Grad vorgeheizten Backofen 30 Minuten goldbraun backen. Sobald der Striezel abgekühlt ist, kann er mit dem zuvor angerührten Puderzucker verziert werden. Aber Vorsicht: Wenn Ihr zu ungeduldig seid und der Striezel noch warm ist, verläuft bzw. schmilzt der Puderzucker ;-).

 

2 Gedanken zu „Niedersachsenstriezel

  • 27. Oktober 2016 um 15:11
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    Hallo Vanessa,
    ich bin’s schon wieder! 😉 Ich bin ja erst vor kurzem auf deinen Blog aufmerksam geworden, aber deine Rezepte treffen genau meinen Geschmack, besonders weil ich viele Zutaten sowieso zu Hause habe und ich somit gleich losbacken kann. Den Strietzel gab es heute mal wieder zum Kaffee in kleiner Runde. Der Hefeteig ist perfekt geworden! Für die Füllung habe ich weniger Zucker genommen, aber das ist ja Geschmackssache. 🙂 Den Zuckerguss habe ich weggelassen, weil wir den Strietzel noch warm aus dem Ofen gefuttert haben. Einfach himmlisch!
    Viele Grüße
    Sandra

    Antwort
    • 31. Oktober 2016 um 18:23
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      Liebe Sandra,
      toll, dass meine Rezepte einen Fan gefunden haben! Wie Du ja schon gemerkt hast, versuche ich meistens Rezepte zu kreieren, für die man nicht zwingend ins Reformhaus oder in den veganen Supermarkt gehen muss, sondern eben oft nur zum Supermarkt nebenan. Vegan heißt eben nicht automatisch teuer und exotisch, auch wenn es natürlich super vegane Back- und Naschwerke gibt, die durch kreative und außergewöhnliche Zutaten bestechen.
      Der Striezel hatte es mir übrigens auch angetan – ich konnte gar nicht mehr aufhören zu schnökern. Habe deshalb, um ihn nicht komplett zu verschlingen, schnell die Hälfte eingefroren. Funktioniert super!
      Liebe Grüße,
      Vanessa

      Antwort

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