Kopenhagener Kaffeekranz

Der Kopenhagener Kaffeekranz ist hierzulande ein echter Evergreen und ziert die meisten Auslagen norddeutscher Bäckereien. Verständlich, denn das Plundergebäck ist ein wahres Geschmackshighlight! Mit Marzipan gefüllt, Aprikosenmarmelade bestrichen und Zuckerguss, Rosinen und Mandeln verziert, zergeht der Kranz voller Aroma und Saftigkeit förmlich auf der Zunge.
Erfunden wurde das Gebäck übrigens 1843, als ein Kopenhagener Bäcker, angeregt und inspiriert von einer Reise nach Wien, einen knusprigen Kuchen kreierte, der Ähnlichkeit mit einem Croissant hatte. Nach seiner Rückkehr nach Kopenhagen setzte er die Produktentwicklung des „Wiener Brotes” fort und verfeinerte es, bis es sich im Anschluss schließlich im Norden Deutschlands ausbreitete.


Zutaten

Für den Plunderteig:

  • 380g Mehl
  • 140ml Pflanzenmilch
  • 200g Margarine
  • 40g Rohrohrzucker
  • 1/2 Hefewürfel
  • 1 Pck. Bourbonvanillezucker
  • 1 Bio-Zitrone (Messerspitze Zitronenabrieb)
  • Prise Salz

Für die Füllung und das Topping:

  • 400g Marzipanrohmasse
  • 100g Puderzucker
  • 50g Rosinen
  • 40g gehobelte Mandeln
  • 4 EL Aprikosenmarmelade

Zubereitung

Zunächst 150g der Margarine (die unbedingt eine ähnliche Konsistenz wie Butter aufweisen sollte!) in Stücke schneiden und nebeneinender auf ein Stück Frischhaltefolie legen. Ein weiteres Stück Folie darüber legen und vorsichtig mit einem Nudelholz zu einem Rechteck von 20 x 20 cm formen. Für etwa 2 Stunden in den Kühlschrank legen.
Die Pflanzenmilch zusammen mit den restlichen 50g Margarine erwärmen, bis sich letztere vollständig aufgelöst hat. Sobald die Flüssigkeit nur noch lauwarm ist, die Hefe darin verquirlen und mit dem Mehl, Zucker, dem Vanillezucker, dem Salz und einer Messerspitze Zitronenabrieb vermischen. Zu einem geschmeidigen Teig kneten und abgedeckt für etwa 30 Minuten ebenfalls in den Kühlschrank stellen.
Den Teig und die Margarineplatte zeitgleich aus dem Kühlschrank holen. Nun den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, die Margarine mittig darauf platzieren und den Teig einschlagen; dabei die Nähte ordentlich und gründlich zusammendrücken (Bild 5). Den Teig mit einem Nudelholz rechteckig ausrollen und im Anschluss mit dem Tourieren (sprich das Übereinanderlegen des Teigs und anschließendes Ausrollen) beginnen. Für die erste und einfache Tour wird der Teig wie ein Brief gefaltet (Bild 6), dann um 90 Grad gedreht und rechteckig ausgerollt (Bild 7). Diesen Schritt danach ein weiteres Mal wiederholen.
Für alle Schritte gilt: Achtet darauf, dass die Arbeitsfläche gut bemehlt ist, da sonst der Teig schnell und hartnäckig daran kleben bleibt! Auch ist es wichtig, dass sich kein Mehl zwischen den Teigfalten befindet, da sich der Teig sonst nicht gut miteinander verbindet. Also zwischendurch gern z.B. mit einem Backpinsel abstauben.
Danach kommt der Teig erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank. Währenddessen könnt Ihr das Marzipan zwischen Backpapier oder Frischhaltefolie mit einem Nudelholz auf eine Länge von ungefähr 45 cm ausrollen und danach zur Seite stellen.
Nach dem Ruhen kommt jetzt die finale, doppelte Tour. Hierfür faltet Ihr den Teig erneut wie einen Brief (Bild 9), schlagt ihn danach aber nochmals übereinander (Bild 10). Wieder um 90 Grad drehen und ordentlich ausrollen (Bild 7). Jetzt ist er bereit fürs finale Ausrollen auf etwa 35 x 45 cm.
Den Marzipanfladen auf den Teig legen und diesen von der längeren Seite aufrollen. Die Rolle der Länge nach halbieren, abwechselnd die beiden Hälften übereinander legen und aus dem gewickelten Strang einen Kranz formen. Den Kranz auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehenlassen. Im Anschluss im auf 180° C vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten goldbraun backen. Den Kranz danach abkühlen lassen.
Die Aprikosenkonfitüre mit ca. 2 EL Wasser erhitzen und den Kaffeekranz damit bestreichen. Nach dem Trocknen den Puderzucker mit etwas Wasser verrühren, den Kopenhagener damit glasieren und mit Mandeln und Rosinen dekorieren.

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