Hanseaten

Die köstlichen Hanseaten wurden im späten 19. Jahrhundert von einem Lübecker Bäcker erfunden. Auch heute findet man sie nach wie vor in so gut wie jeder Bäckerei Hamburgs. Sie setzen sich aus zwei Mürbeteighälften, einer roten Geleefüllung und einer zarter Puderzuckerglasur zusammen und bestechen außerdem durch ihre rundgezackten Ränder. Neben dem Namen per se deutet vor allem die Farbkomposition auf den hanseatischen Hintergrund: Rot und Weiß symbolisieren sowohl das Wappen als auch die Flaggen der Hanse.

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Bremer Klaben

Der Klaben, oder hierzulande auch der Stollen des Nordens genannt, ist ein beliebtes Bremer Weihnachts- bzw. Wintergebäck. Im Gegensatz zum Christstollen wird er nicht mit der Hand geformt sondern in einer Kastenform gebacken und danach auch nicht mit Fett bepinselt und gezuckert. Das Verhältnis von Früchten und Teig beträgt stolze 1:1; der Bremer „Klavenbecker“, wie man ihn um 1600 nannte, ist daher nicht so süß, dafür aber umso saftiger, oder wie die Bremer sagen, „speckiger“.

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Heidesand mit Cranberry-Zuckerrand

Heidesand ist ein norddeutscher Plätzchenklassiker, und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Den Namen hat er dem Heideboden in Niedersachsen zu verdanken, der eine ähnliche helle und sandige Optik aufweist. Meist als klassische “schlichte” Version zubereitet, wird der fein-mürbe Keks in dieser Variante mit einem fruchtig-säuerlichen Cranberry-Zuckerrand aufgepeppt.

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Braunschweiger Lebkuchen

Die wenigsten wissen, dass Braunschweig, genau wie Nürnberg und Aachen, im Mittelalter ein bedeutendes Zentrum der Lebküchnerei war. Mancherorts auch als Lebzelten, Pfeffer-, Gewürz- oder Honigkuchen bekannt, heißt das würzige Gebäck im Norden schlicht Lebkuchen. Bei diesem Rezept ist die Grundbasis ein altes Rezept meiner Großmutter, wobei Kleinigkeiten durch vegane Zutaten ersetzt bzw. ergänzt wurden.

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Dreierlei Franzbrötchen

Ob klassisch mit Zimt und Zucker, gefüllt mit Schokodrops oder belegt mit Streuseln – das Franzbrötchen ist die Hamburger Spezialität sowie Stolz der Hansestadt und nur echt durch den obligatorischen Holzlöffelabdruck, der ihm seine typische Form verleiht. Belegt ist das süße Plundergebäck aus Hefeteig in Hamburg seit dem 19. Jh.: Zunächst bezeichnete ,Franzbrot‘ eine Art Baguette aus Mehl und Butter, bis nach der Jahrhundertwende eine Hamburger Bäckerei begann, ihre Franzbrötchen in der Fettpfanne zu verfeinern.

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Erdbeer-Plundertaschen

In Hamburg sind die süßen Teilchen vor allem als Kopenhagener bekannt und aus keiner Bäckerei wegzudenken. Traditionell mit Marzipan und Rosinen gefüllt, gibt es in der Sommerzeit auch fruchtige Varianten. Die Basis bleibt dabei dieselbe – aus Hefeteig und Ziehfett wird ein Plunderteig hergestellt, der mehrmals gefaltet und ausgerollt, sprich touriert, wird.

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